Tierarztpraxis Konfurter Mühle
Tierarztpraxis Konfurter Mühle

Unsere Leistungen im Bereich Großtierpraxis

Ankaufsuntersuchung
Die Untersuchung eines Pferdes zum Zweck des Erwerbs wird "Ankaufsuntersuchung"genannt. Ihr Ausgang ist heute oft  entscheidend für eine letztlich positive Kaufentscheidung. Ihre Aufgabe besteht darin, den aktuellen Gesundheitsstatus des Pferdes festzustellen und eventuelle Prognosen für dessen weitere Entwicklung, soweit möglich, zu geben.
Die Ankaufsuntersuchung gliedert sich in mehrere Untersuchungsgänge. Der Wichtigste ist die klin. Allgemeiuntersuchung. Sie umfasst im Wesentlichen die Beurteilung des Bewegungsaparates, Herz- und Kreislauf in Ruhe und unter Belastung, Lunge, Haut und Augen.
Auf Wunsch des Auftraggebers wird die Ankaufuntersuchung durch weitere Zusatzuntersuchungen, wie Röntgen und Endoskopie, ergänzt. Jede zusätzliche  Untersuchung gibt ein Mehr an Information, führt aber nicht immer zur Erleichterung der Kaufentscheidung.
Die Untersuchung wird nach einem feststehenden Untersuchungsgang durchgeführt.  Ein durch die Röntgenkomission festgelegtes Protokoll wird angefertigt, ausgefüllt  und dem Käufer und Verkäufer in Kopie ausgehändigt.
Jede Ankaufsuntersuchung kann nur so aufschlussreich sein, wie es die Untersuchungsbedingungen zulassen. Entscheidend für eine abschließende Beurteilung sind die Gegebenheiten vor Ort. Möglichkeiten  zum Vorführen, im Schritt und im Trab auf festem Boden, eine Longiermöglichkeit auf festem Boden, sowie eine Möglichkeit auf einem Reitplatz, bzw. wetterbedingt auch in einer Halle sollten unbedingt zur Beurteilung bereitstehen.

Sollten diese Möglichkeiten nicht vorhanden sein bietet unser Praxisgelände optimale Bedingngen.

Lahmheitsuntersuchung
Sie dient dazu, die Ursache einer Unregelmäßigkeit im Gangbild des Pferdes (Lahmheit) zu finden.

Man unterscheidet Lahmheiten nach ihrem Schweregrad (gering- bis hochgradig), ihrem Typ (Hangbein-, Stützbein- oder gemischte Lahmheit) sowie nach ihrem Ursprung.

Entscheidend für eine Diagnose ist eine ausführliche klinische Untersuchung. Diese beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über den Beginn, die Stärke und die Ausprägung der Lahmheit. Zuerst wird das Pferd in Ruhe genau beobachtet und abgetastet. Wir achten auf Schwellungen, Deformationen, Hufstellungen, Wärme, Schmerzhaftigkeit u.ä.

Bei offensichtlichen Auffälligkeiten werden diese zuerst untersucht. (Sehnenschwellung, dickes Gelenk, Schwellung auf dem Griffelbein usw.)

Danach wird das Gangbild des Pferdes beurteilt. Zuerst wird auf festem Boden im Schritt und im Trab vorgeführt. Danach schließen sich die Provokationsproben an. Wir beurteilen Beugeproben und insbesondere ist großen Wert au die Beurteilung des harten Zirkels zu legen. Hierbei wird das Pferd auf asphaltiertem oder gepflastertem Boden, in einer Kreisbewegung an der Hand, oder bei braven Pferden an der Longe, vorgeführt.

Danach wird das Gangbild an der Longe auf beiden Händen beurteilt.

Wichtig ist auch für die Beurteilung der Lahmheit und der darauffolgenden Leitungsanästhesien, zu beurteilen ob sich ein Pferd nach einiger Zeit einläuft.

Nach der ersten Begutachtung des Pferdes werden weitere Schritte mit dem Besitzer besprochen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Fast immer werden Leitungs- oder Infiltrationsanästhesien durchgeführt.

Diese helfen uns den schmerzhaften Bereich zu lokalisieren. Zur Unterstützung werden sogenannte Hilfsuntersuchungen eingesetzt. Diese sind vorwiegend das Röntgen und gegebenenfalls der Ultraschall. Selten ist es nötig einen Patient zur weiterführenden Diagnostik ( Szintigraphie, MRT, CT) in spezialisierte Kliniken zu überweisen.

Ist eine Diagnose erstellt, wird mit dem Besitzer ein Behandlungsplan erörtert und eine Prognose über den weiteren Krankheitsverlauf abgegeben und  besprochen. Hierbei werden alle Möglichkeiten erörtert und speziell auf Besitzer, Pferd und örttliche sowie finanzielle Gegebenheiten zugeschneidert.

Röntgenuntersuchung
Die Röntgenuntersuchung gehört zu den sog. HILFSUNTERSUCHUNGEN. Röntgenstrahlung ist in der Lage, unterschiedliche Gewebe zu durchdringen und durch chemische Umwandlung als "Bild" darzustellen. Bei der Untersuchung des Pferdes wird die Röntgenuntersuchung hauptsächlich in der Orthopädie eingesetzt. Hierbei wird im Rahmen der klin. Lahmheitsuntersuchung zunächst der Problembereich eingegzenzt und dann, sofern erforderlich, einer Röntgenuntersuchung unterzogen. Das dabei erhaltene Röntgenbild wird dann befundet.  Eine Abweichung vom Normbefund kann  die vorhandene Lahmheit erklären und ist für Therapie und Prognose wichtig.
Aber Vorsicht! Ohne sorgfältige Klin. Lahmheitsuntersuchung ist die Bewertung des Röntgenbefundes allein als Ursache der Lahmheit häufig irreführend und ergibt nicht immer die Ursache der eigentlichen Lahmheit. Röntgenstrahlung ist außerdem für lebende Gewebe, je nach Intesnsität schädlich. Grundsatz bei jeder Röntgenuntersuchung sollte daher sein, soviel wie nötig, aber so wenig wie möglich.
In unserer Praxis stehen neben einem transportablen, digitalen Röntgengeräten zur Beurteilung vor Ort, auch ein leistungsstarkes stationäres Gerät zur Verfügung. Dies eignet sich vor allem für die Anfertigung von Aufnahmen, die aufgrund der Dicke des Gewebes ( Hals, Wirbelsäule ) hohe Strahlungsintensitäten notwendig machen.
Desweiteren steht ein "Durchleuchter"  ( C-Bogen ) für Spezialuntersuchungen und Therapien zur Verfügung.

 Ultraschalluntersuchung
Bei der Ultraschalluntersuchung werden Schallwellen unterschiedlicher Intensität durch ein zu untersuchendes Gewebe geschickt. Je nach Zusammensetzung des Gewebes  werden diese Schallwellen zurückgeworfen und in ein Bild umgesetzt. Im Wesentlichen kann man damit Gewebe unterschiedlichen Flüssigkeitsgehaltes unterscheiden. Haupteinsatzgebiet beim Pferd ist die Diagnostik von Sehnen- und Bänderschädigungen, sowie die gynäkologische Untersuchung. (Trächtigkeitsuntersuchung ab Tag 16, Eierstocks- und Gebärmutteruntersuchung ).
Die Ultraschalluntersuchung ist unschädlich für Mensch und Tier und kann beliebig oft wiederholt werden.

 

Untersuchung der Atmungsorgane

Das Leitsymptom der Erkrankungen der Atemorgane ist das Husten

Leider ist dieses Symptom in unserem Einzgsgebiet immer häufiger die Ursache einer Konsultation. Zu bemerken ist ein gesundes Pferd hustet eigentlich nicht. Das häufig angeführte  "Verschlucken" ist doch eher selten.

Hustet ein Pferd häufig, heftig, langanhaltend, mit Atemnot, mit Auswurf oder mit sonstigen Auffälligkeiten, ist es besser einen Tierarzt hinzuzuziehen.

Dieser wird nach erhobener Anamnese (Gespräch mit dem Besitzer) eine klinische Untersuchung durchführen. Man achtet insbesondere auf Atmungszyklus und Stärke sowie Atemgeräusche und Nasenausfluss.

Es schließt sich die Auskultation (abhören) an. Diese gibt Aufschluss über die Atemgeräusche.

Sie werden beeinflußt durch Schleimansammlungen, Schleimkonsistenz, asthmatische Zustände  sowie die Intensität der Atemzüge (abhören nach Bewegung oder Atemstimmulation).

Dies allein ist aber nicht immer als diagnostische Mögichkeit ausreichend. Z.B. kann man total eingedickten Schleim beim Abhören nicht wirklich beurteilen.

Zur weiteren diagnostischen Möglichkeit gibt es Blutgasanalysen sowie Endoskopien.

 

Endoskopie

Wir haben die Möglichkeit mit einem Videoendoskop, auch vor Ort, eine weitere diagnostische Möglichkeit heranzuziehen. Unser mobiles Gerät läßt eine exakte Beurteilung der Schleimansammlung, Konsistenz und Menge in der Luftröhre und an der Aufteilung der beiden Bronchen zu. Eine Beurteilung der Schleimhaut (Farbe und Schwellung) im Atmungstrakt ist möglich. Weiterhin können gegebenenfalls Proben, zur weiteren Diagnostik, genommen werden.

 

Blutgasanalyse
Bei der Blutgasanalyse werden 1-2ml arterielles Blut aus der Halsschlagader ( A. Carotis ) entnommen. Aus dem arteriellen Blut (Sauerstoffangereichert, aus der Lunge kommend) wird der Sauerstoffpartialdruck und CO2-Partialdruck gemessen.  Diese Werte sind Hinweis auf den Gasaustausch in der Lunge. Bei Funktionsbeeinträchtigung der Lunge sinkt der Sauerstoffpartialdruck im art. Blut und der CO2-Partialdruck steigt. Die Messung des Sauerstoffpartialdruckes dient nicht nur der Fetstellung der Schwere einer Lungenproblematik sondern auch einer objektiven Bewertungsmöglichkeit einer adequaten Therapie.

 

 



Kontakt

Tierarztpraxis Matthias Gehb

Konfurter Mühle

64832 Babenhausen

Tel. 06073-3368

Fax. 06073-6647

Handy M.Gehb      0160/2899862

E-Mail  tierarztpraxis-gehb@gmx.de

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