Tierarztpraxis Konfurter Mühle
Tierarztpraxis Konfurter Mühle

Wir machen Urlaub

Liebe Patientenbesitzer,

 

von Montag den 24.07.2017 bis Sonntag den 06.08.2017 bleibt unsere Praxis geschlossen.

In dieser Zeit wenden Sie sich in dringenden Fällen bitte an die Tierklinik Dr Trillig, Birkenwalsdstr 42 in Obertshausen, Telefonnummer 06104/75470.

 

Wir wünschen Ihnen und ihren Vierbeinern eine schöne Urlaubszeit

 

Ihr Praxisteam der Konfurter Mühle

Weihnachtszeit ist Schokoladenzeit

Weihnachtszeit ist Schlemmerzeit. Da gönnt man sich was Gutes. Und Schokolade gehört zu Weihnachten einfach dazu. Natürlich soll auch der vierbeinige Hausgenosse nicht leben wie Hund. Ein wenig Süßes kann ja nicht schaden. Leider doch! Nicht alle Hundehalter wissen, dass die süße Versuchung weitreichende Folgen haben kann. Schokolade ist für Hunde im wahrsten Sinne Gift.

 

Gift

Schuld ist das in der Schokolade beziehungsweise in der Kakaobohne enthaltene Theobromin. Je nach Schokoladenart ist der Theobromin-Anteil unterschiedlich hoch. Weiße Schokolade wird mit 0,009 mg/g angegeben, Bitterschokolade kann bis zu 16 mg/g enthalten, Kakaopulver sogar bis 26 mg/g. Eine Tafel (100 g) Bitterschokolade enthält rund 1.600 mg (also 1,6 g) Theobromin.

Dosis

Bei empfindlichen Hunden kann schon eine Dosis von 90 bis 250 mg je Kilo Körpergewicht für den Hund tödlich sein. Bei einem Verzehr von 300 mg ist bereits die sogenannte 50 Prozent Letaldosis erreicht. Das bedeutet, dass die Hälfte aller Hunde bei Aufnahme dieser Menge stirbt. Diese Dosis ist mit einer Tafel Bitterschokolade bereits erreicht bzw. überschritten, wenn der Hund etwa 5,5 Kilogramm oder weniger wiegt. Kleinere Hunderassen sowie Welpen und Junghunde sind also besonders gefährdet.

 

Symptome

Aber auch wesentlich kleinere Mengen können zu Vergiftungserscheinungen mit Symptomen wie Unruhe, Übelkeit, Krämpfen, Durchfall und Fieber führen. Todesfälle sind zumeist auf Herz-Kreislaufversagen zurückzuführen. Zudem ist auch die wiederholte Fütterung kleinerer Mengen problematisch. Theobromin baut sich im Körper nur sehr langsam ab, so dass es zu Anreicherungen im Blut kommen kann. Schokoladengenuss wird meist dann zum Problem, wenn der Hund heimlich und unkontrolliert herumliegende Schokolade nascht. Das können Hundehalter verhindern, indem sie die Süßigkeiten so aufbewahren, dass der süße Liebling nichts stibitzen kann. Mit "Schokoladendieben" sollte man sofort zum Tierarzt gehen. Für Menschen ist Theobromin übrigens völlig ungefährlich. (Quelle: http://www.bft-online.de)

Behandlung

Die Behandlung einer frischen Vergiftung erfolgt zuerst durch das Auslösen von Erbrechen , um Schokoladenreste aus dem Magen zu entfernen. Die Gabe von Aktivkohle verhindert die Resorption des Giftes aus dem Darm und Infusionen verdünnen das Gift im Blut. Einen Tierarzt Müssen Sie in jedem Fall hinzuziehen, um das Überleben Ihres Hundes zu ermöglichen, da nur dieser die schweren Herzstörungen mit entsprechenden Medikamenten behandeln kann.

Prognose

Eine Behandlung innerhalb der ersten zwei bis vier Stunden zeigt noch eine gute Prognose. Je länger sich die Vergiftung hinzieht, um so schwerwiegender sind die Schäden der inneren Organe und um so schlechter ist die Prognose.

 

 

Quelle: verschiedene Vetforen

 

Igeln richtig helfen

Unzählige Igel werden jedes Jahr im Herbst von besorgten

Tierschützern eingesammelt, gewogen und, wenn sie nicht das

Idealgewicht von mindestens 600-700g haben, eingesperrt und

gefüttert.

Schon ab Ende September werden vermeintlich untergewichtige

Igel in menschliche Obhut genommen. Oft sind es Tiere, die zu

diesem Zeitpunkt zwischen 200 und 400g wiegen.

 

Gesunde Igel:

Ein gesunder Igel nimmt bei ausreichendem Nahrungsangebot in einer Woche mehr als

50g an Gewicht zu. Dies sollten Sie berücksichtigen, bevor Sie einen Igel aus seinem natürlichen

Umfeld herausreißen. Das heißt, dass der Igel, den Sie im September gefunden haben, im November

ungefähr 250g schwerer sein und möglicherweise auch ohne menschliche Hilfe überleben wird.

Auf keinen Fall sollte man solche Tiere gleich ins Haus holen – auch nicht für kurze Zeit!

Um diese Jahreszeit einmal durch eine gleich bleibende Raumtemperatur von ca. 200 C verwöhnt,

haben sie selbst bei ausreichendem Endgewicht kaum eine Chance mehr, in der freien Natur normal in

den Winterschlaf zu gehen.

Es ist auch nicht unbedingt sinnvoll, einen gesunden, jungen Igel sofort zum Tierarzt zu

bringen, um ihn routinemäßig einer Flohbehandlung und Wurmkur zu unterziehen.

Allerdings empfiehlt es sich die eigenen Hunde oder Katzen gegen Flöhe und Zecken zu behandeln, wenn sich ein Igel in ihrem Garten eingenistet hat. :)

Ein gesunder Igel lebt ohne Beeinträchtigung seines Wohlbefindens mit einem gewissen Parasitenbefall.

Gesunde Tiere entwickeln mit der Zeit eine so genannte Altersresistenz. Dieser Prozess wird durch

solche Routinebehandlungen gestört.

Spätestens nach seiner Freilassung wird der Igel wieder von allen seinen Parasiten befallen sein und

dann stärker unter ihnen leiden als vorher. Natürlich ist es nicht schädlich, wenn man ein paar dicke

Zecken absucht.

Obwohl Igel oft sehr schnell relativ zutraulich werden, sollte man sich darüber im Klaren

sein, dass man sie keinesfalls wie ein Haustier halten kann und darf.

Der nachtaktive Igel hat einen sehr großen Aktionsradius und einen enormen Bewegungsdrang, dem

auch ein großes Freigehege kaum gerecht werden kann. Nicht umsonst muß man es hoch genug

(mindestens 60cm!) und ohne Klettermöglichkeiten einzäunen!

Wenn man eingesperrte, gesunde Tiere nachts beobachtet, wird man sehen, dass sie häufig am Zaun

entlang laufen, sich an diesem aufrichten und einen Fluchtweg suchen.

Die oft als Mindestmaß angegebene Fläche von 2qm ist für einen gesunden Igel reine Tierquälerei, die

nach längerer Zeit auch nicht ohne Gesundheitsschäden abgeht.

 

 

Die bessere Lösung:

Legen Sie in einer geschützten Ecke Ihres Gartens einen großen Laubhaufen an, decken Sie diesen

zumindest teilweise mit einigen breiten Brettern ab, damit er bei Dauerregen nicht völlig durchnässt. Ein

solcher Haufen zieht (auch in der kalten Jahreszeit!) Asseln, Regenwürmer, Schnecken, Käfer und

andere Beutetiere an. – Er bietet dem Igel nicht nur Unterschlupf sondern auch eine nicht so schnell

versiegende Nahrungsquelle. Bieten Sie ihm dort zusätzlich etwas Katzenfutter (Dose), ungewürztes

Rührei oder Igelfutter an. Beobachten Sie ob er frißt und wie er sich entwickelt. Wenn er munter ist und

wächst, füttern Sie ihn, bis er sich zum Winterschlaf zurückzieht!

 

Kranke Igel:

Woran erkenne ich, dass es sich um ein krankes Tier handelt?

Der eigentlich nachtaktive Igel ist tagsüber auf Nahrungssuche. Versuchen Sie

abzuklären, ob er möglicherweise von Hunden aufgescheucht oder sein Quartier z.B. durch

Gartenarbeiten zerstört wurde!

Er rollt sich bei Berührung nicht ein.

Es ist eine Verletzung zu sehen oder man beobachtet Lähmungserscheinungen.

Beide Symptome deuten auf einen Unfall oder vielleicht einen Hundebiss hin. Stellen Sie bitte

sofort einem Tierarzt vor!

Er ist auffallend leicht für seine Größe.

Die Augen liegen tief oder sind halb geschlossen.

Er ist mit Eipaketen oder Maden von Schmeißfliegen behaftet. Das Vorhandensein

dieser Schmarotzer deutet fast immer daraufhin, dass das Tier irgendwo eine Wunde hat oder

schon im Verenden ist. Solche Tiere sollten zum Tierarzt gebracht werden. Leider

kommt in diesen Fällen oft jede Hilfe zu spät.

Seine Bauchdecke fühlt sich auf der Hand kalt an. Untertemperatur tritt meist in

Kombination mit einem sehr geringen Muskeltonus auf. Das heißt, der Igel liegt relativ schlaff

auf der Handfläche. Beide Symptome deuten auf eine sehr schwere Erkrankung hin, die

schnell tierärztlich behandelt werden muss.

Es sind rasselnde, keuchende Atemgeräusche zu hören. Der Igel hustet und seine

Nase ist verklebt. Bei diesen Symptomen ist an extremen Lungenwurmbefall eventuell in

Kombination mit einer Lungenentzündung zu denken. Auch solche Tiere brauchen

tierärztliche Hilfe!

In jedem Fall sollten Sie bei der Überlegung, ob eine Behandlung und die Pflege eines

kranken Tieres Erfolg versprechend ist, auf den Rat eines Fachmanns hören. Auch bei

bester Pflege sterben die meisten schwer erkrankten Igel.

 

 

Pflege und Fütterung

Unterbringung

 

Kranke Tiere müssen bei Zimmertemperatur gehalten werden, damit sie nicht unnötig

Kalorien verbrauchen, um ihre Körpertemperatur zu halten.

Solange sie sehr schwach sind und ohnehin keinen Bewegungsdrang haben, reicht

zunächst ein großer rechteckiger Betonkübel für die Unterbringung. Legen Sie diesen mit

Zeitungspapier aus und halten Sie Ihren kleinen Patienten peinlich sauber!

Als Futter- oder Wassernapf eignet sich ein flaches, schweres Gefäß.

Bieten Sie Futter in kleinen Mengen an und reinigen Sie die Näpfe vor jeder Fütterung mit

heißem Wasser! Igel laufen über ihr Futter weg, verteilen es in der Umgebung und setzen auch im

Futternapf Kot oder Urin ab.

 

Fütterung ausgewachsener Igel

Normalerweise sollte Igelkot geformt sein (kleine Würstchen). Kranke Tiere haben oft Durchfall. Bieten

Sie deshalb als Getränk lauwarmen Fencheltee an. Bei normaler Verdauung genügt Wasser.

Auf keinen Fall Milch anbieten!

Als Futtergrundlage eignet sich Katzenfutter (Dosen- oder Trockenfutter) angewärmt, mit

Haferflocken vermischt. Als Leckerei mit wenig Fett und ohne Gewürze zubereitetes Rührei, gekochtes

Hühnerfleisch und natürlich das im Handel erhältliche Igelfutter als Beigabe.

Keine Milch, --- keine rohen Eier!!!

Ansonsten finden sie Igelfutter in den Futtermittelhandlungen unserer Haustiere.

Sobald der Igel munterer wird, braucht er ausreichend Bewegung!

Wenn es draußen noch nicht zu kalt ist, ist die Unterbringung in einem Freigehege optimal. Die oft als Mindestmaß angegebenen zwei Quadratmeter werden dem Bewegungsdrang eines Igels nicht

gerecht! Das Gehege sollte schon so groß wie möglich (mindestens 4qm) sein. Igel sind kleine

Kletterkünstler! Der Zaun sollte engmaschig, mindestens ca. 60 cm hoch und gut im Erdreich

verankert sein (ca. 15cm eingraben!). Einen Teil des Geheges sollte man abdecken und dem Igel dort

aus Laub und Zweigen einen trockenen Schlafplatz anbieten.

In der kalten Jahreszeit sollte man dem Igel in einem temperierten (ca. 180 ) Raum eine möglichst

große Holzkiste mit abwaschbarer Bodenfläche zurechtmachen, als Schlafhäuschen einen Karton

hineinstellen und alles täglich frisch mit Zeitung auslegen. Im Schlafhäuschen zusammengeknülltes

Zeitungspapier, Heu oder Stroh anbieten,( täglich wechseln!)

Auf keinen Fall Sägespäne, Katzenstreu oder ähnliche Materialien verwenden!

(Können leicht verschluckt oder versehentlich mit der Nahrung aufgenommen werden)

 

 

 

 

Igelbabys

 

Informationen zur Aufzucht von Igelbabys finden Sie unter:

www.pro-igel.de

 

Dort finden Sie Hinweise zur Altersbestimmung und eine genaue Beschreibung zur Fütterung der Findelkinder.

 

 

 

Überwinterung

Sobald Ihr „Patient“ 500g wiegt, kann er einen Winterschlaf machen.Wichtig: Der Igel kann nur bei gleichbleibend niedrigen Temperaturen im Freien einen richtigen Winterschlaf machen.

Deshalb muss er einen wettergeschützten Käfig und ein Schlafhaus im Freien bekommen, die genauso wie die Innenunterkunft gehandhabt werden. Die Umstellung von drinnen nach draußen macht dem Igel nichts aus. Auch weiterhin sollte er Futter und Wasser angeboten bekommen, bis er selbst mit dem Winterschlaf beginnt und Sie merken, dass die Futterschale voll bleibt. Dann befestigen Sie ein Stück Toilettenpapier mit Klebestreifen vor dem Eingang des Schlafhauses, damit Sie bei regelmäßigen Kontrollen bemerken, ob der Igel aufgewacht ist und sein Haus verlassen hat. Außerdem wird dem Igel weiterhin eine kleine Schale Katzentrockenfutter als Notreserve angeboten.

Sobald Sie im Frühling merken, dass der Igel wieder wach ist, behalten Sie ihn noch so lange, bis er wieder das Gewicht erreicht hat, das er vor dem Winterschlaf hatte. Dann können Sie ihn freilassen.

Notdienst in unserer Praxis

 

 

 

Liebe Patientenbesitzer,

 

bitte haben Sie Verständnis, dass wir bis auf weiteres den Notdienst für die Kleintiere nicht aufrecht erhalten können. Wir haben während dieser Zeit zusätzlich zu unseren regulären Sprechzeiten, Sonntags von 11.oo Uhr bis 12.oo Uhr eine Notfallsprechstunde eingerichtet, für die sich in Notfällen ab 10.oo Uhr in unserer Praxis unter der 06073/3368 anmelden können.

Außerhalb unserer Sprechzeiten und der oben genannten Notfallsprechstunde wenden Sie sich bitte an eine der umliegenden Kliniken.

Für Pferdenotfälle sind Herr Matthias Gehb unter der 0160/2899862 oder Frau Dr Edith Bernius unter der 0160/2899858 zu erreichen.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und wünschen Ihnen und ihren Vierbeinern eine schöne Urlaubszeit!

Ihr Praxisteam der Konfurter Mühle

 

 

KLEINTIERKLINIKEN:

 

Tierklinik Dr Trillig                      Tierklinik Dr Hein und Dr Kirchner                      Tierklinik Hofheim

Birkenwaldstraße 42                    Peterstraße 1                                                  Im Langgewann 9                 63179 Obertshausen                    63500 Seligenstadt                                            65719 Hofheim

Telefon 06104/75470                   Telefon 06182/21026                                          Telefon 06192/290290

19.06.2014

Quelle: fr-online.de

 

Der Huf der Wildnis

 Von Babenhausen

 
Zaghaft erkunden zwei der Stuten ihre neue Heimat. Foto: Melanie Schweinfurth

Fünf Przewalski-Pferde pflegen das Naturschutzgebiet an der Kaserne. Fünf Stuten in Babenhausen an gekommen.

 
 
 
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Entlang des Holzzauns reihen sich Fotografen auf, prüfen noch einmal die Einstellungen ihrer Kameras, bringen sich und ihre Ausrüstung in Position. Ob alle bereit seien, fragt Harald Fuhrländer vom Bundesforst, der neben einem grün-weißen Transporter steht. Denn: „Die Damen wollen ins Freie.“

Seit die amerikanischen Soldaten 2007 aus Babenhausen abzogen, ist die Beweidung des alten Truppenübungsplatzes mit Przewalski-Pferden in Planung. Nun sind fünf Stuten in Babenhausen an gekommen.

Als Harald Fuhrländer die Hecktür öffnet, kommen zwei helle Pferdeköpfe zum Vorschein, schwarze Augen blinzeln ins grelle Licht, versuchen sich zu orientieren. Mehr rutschend als gehend bewegt sich die erste Stute die Rampe hinunter. Halb verdeckt von hüfthohen Gräsern stürmt sie davon. Mitten im Lauf hält sie plötzlich inne, schaut zu den anderen Pferden zurück, die in schneller Folge aus dem Transporter kommen.

Acht Stunden Fahrt liegen hinter den seltenen und entsprechend wertvollen Tieren. Als letzte Urform des Wildpferdes sind die Przewalskis einzigartig. Der Transport sei das größte Risiko, da er mit großem Stress für die Tiere verbunden sei.

Nur 2000 Tiere weltweit

Ihr erstes Lebensjahr verbrachten die fünf Stuten im Züricher Wildpark Langenberg, wo sie in einer größeren Herde lebten. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz und heutigen Naturschutzgebiet hinter der Kaserne sollen die Pferde nun auf ihr Leben in Freiheit vorbereitet werden. Ziel ist es, die Tiere eines Tages in den Steppen Zentralasiens auszuwildern. Nach „Hohe Warte“ in Gießen und „Campo Pond“ in Hanau gibt es mit Babenhausen nun das dritte „Trainingslager“ für Przewalski-Pferde in Hessen.

Eigentümerin des knapp 86 Hektar großen Geländes sowie der fünf Stuten ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) mit der Sparte Bundesforst. „Die Pferde sind aber vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ausgewählt worden“, sagt Bundesforst-Mitarbeiterin Paulin Kammann. Von den beiden Zuchtlinien A (reinrassig) und B (Einkreuzungen) gebe es weltweit nur insgesamt etwa 2000 Tiere. „Die Gruppen müssen sehr sorgfältig zusammengestellt werden. Die einzelnen Tiere dürfen nicht zu nah verwandt sein, damit die genetische Vielfalt und damit die Art erhalten bleibt“, erklärt Kammann.

Besucherweg durchs Gelände

Das Artenschutzprojekt dient jedoch nicht nur dem Erhalt der Wildpferde. Die Tiere übernehmen ebenfalls eine wichtige Aufgabe, indem sie das heideähnliche Gelände auf natürliche Weise pflegen. Sie halten die Gräser kurz und die Fläche von Unterholz frei, lockern mit ihren Hufen die karge Erde und hinterlassen nach ausgiebigen Sandbädern Kuhlen im Boden, in denen später kleine Tümpel entstehen können.

Die fünf Stuten Wilma, Wanda, Wally, Wendy und Wera sind wild und sollen es auch bleiben. Anfassen ist nicht möglich, anschauen dagegen sogar erwünscht. 70 Hektar Freifläche und ein Teil des Waldes wurden mit einem stabilen Holzgatter und einem Elektrozaun eingefriedet, ein Paddock mit Wasserstelle errichtet. Durch das Gelände führt ein Besucherweg über eine Anhöhe mit Blick auf weite Teile des Naturschutzgebiets.

Das Projekt wird nicht mit Steuergeld, sondern über Ökopunkte finanziert. Den Löwenanteil hat die Adam Opel AG übernommen, die damit einen ökologischen Ausgleich für die Erweiterung ihres Testgeländes bei Dudenhofen schafft.

18.06.2014

Unsere Schützlinge sind da:

 

Das Przewalski-Urwildpferd wurde 1878 in den weiten Steppen der VRP China und der Mongolei wiederentdeckt. Es gilt als das letzte lebende Wildpferd.

 

Am Dienstag den 17.06.2014 sind nun 5 dieser Urwildpferdchen auf dem ehemaligen Militärgelände hier in Babenhausen angekommen.

Die 5 Damen sind alle ca 1,5 Jahre alt und heißen Wilma, Wendy, Wera, Walli und Wanda.

Wir freuen uns mit der tierärztlichen Betreuung der Mädels beauftragt worden zu sein.

 

Das Przewalski-Pferd (Equus ferus przewalskii) besiedelte während der letzten Eiszeit fast ganz Europa, wie Höhlenmalereien in Frankreich belegen.

Der ursprüngliche Lebensraum der Tiere war nicht nur die reine Steppe, sondern auch Oasen in den arten- und vegetationsreichen Gebieten. Durch Abschuss zur Fleischgewinnung und Verdrängung durch nomadische Viehzüchter gilt das Przewalski-Pferd ab 1970 in der freien Wildbahn als ausgestorben. Allein den zoologischen Tiergärten ist das Überleben dieser Rasse bis heute zu verdanken.

Mit Aufnahme in das EEP (Europäische Erhaltungsprogramm) ist die weltweite Population von 13 (!) auf ca 2000 Pferde angestiegen. Ein Ziel des Programmes ist die Wiederansiedlung der Pferde in ihrer zentralasiatischen Heimat.
 

Quelle: OP-ONLINE.DE

 

Tierisches Quintett hinter der Kaserne

 

Babenhausen - Sie heißen Wilma, Wanda, Walli, Wera und Wendy – und nur ein Experte dürfte sie auseinander halten können. Was die fünf Damen verbindet außer dem „W“ am Namensbeginn: Sie sind einjährige Przewalski-Stuten. Von Stefan Scharkopf 

© Scharkopf

Nach dem Abladen erkundeten die Przewalski-Stuten ihr neues Zuhause. Finanziert wird das Vorhaben als Naturschutzprojekt der Adam Opel AG, verantwortlich ist der Bundesforst.

Seit Dienstagabend grasen die Wildpferde auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „In den Rödern“. Die tierische Rasselbande ist Teil eines Artenschutzprojekts, in erster Linie des Bundesforsts, aber auch des Europäischen Zuchterhaltungsprogramms (EEP). Die Stuten haben eine lange Fahrt hinter sich, sie kommen aus dem Wildnispark Langenberg bei Zürich. Vor der Abfahrt wurden die Tiere ruhig gestellt; eine übliche Praxis. Als die fünf Exemplare aus dem Hänger sprangen, legten sie gleich typisch jugendliches Ungestüm an den Tag. Gebracht wurde das Quintett von einem Spezialtransporter, der sich auf die Fracht von Exoten spezialisiert hat. Zur üblichen Kundschaft des Unternehmens zählen Wisente, Giraffen und auch mal ein Nashorn.

Die Wildpferde eignen sich gut als Fotomotiv.© ScharkopfDie Wildpferde eignen sich gut als Fotomotiv.

Mit der Ankunft der Fünf erhält die Pflege des wertvollen FFH-Gebietes (Flora-Fauna-Habitat) hinter der Kaserne einen neuen Ansatz. Die Urwildpferde übernehmen als ganzjährige Landschaftspfleger die Beweidung und Offenhaltung der einzigartigen Lebensräume. Hauptträger dieses – aber auch vorheriger – Naturschutzprojekte auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz ist die Adam Opel AG. Sie schafft damit einen Ausgleich für Erweiterungsmaßnahmen im Opel Test Center in Rodgau-Dudenhofen. Dass die Autobauer mit eingestiegen sind, kam auch für die Stadt überraschend. Wie Sylvia Kloetzel, Fachbereichsleiterin Wirtschaft und Standortmarkering, sagte, sei erst Anfang Juni in der jüngsten Sitzung der sogenannten Lenkungsgruppe, die sich um das Wildpferde-Projekt kümmert, bekannt geworden, dass die Opel AG mit im Boot ist. Das Gelände, der Zaun und die Tiere selbst gehören dem Bundesforst. Wie Paulin Kammann, Koordinatorin Wildpferde der Behörde, sagte, habe die Adam Opel AG das Naturschutzprojekt schon vor dem neuen Beweidungskonzept „mit großem Engagement finanziert“.

Projekt des Bundesforsts

Die Stadt Babenhausen, die mit ihrem Image als Pferdestadt wirbt, hat von Beginn an das Projekt des Bundesforsts unterstützt und will es künftig für Zwecke der Umweltbildung nutzen. 5000 Euro sind dafür bislang vorgesehen, das Geld kann aber erst nach Genehmigung des städtischen Etats durch die Kommunalaufsicht in die Hand genommen werden. Das Gelände „In den Rödern“ hat eine bewegte Vergangenheit. Die Militärgeschichte Babenhausens begann mit dem Einzug der Roten Dragoner 1869 und endete 2007, als das riesige Areal als Natura-2000-Gebiet gesichert wurde. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises hatte sich Gedanken um die künftige Nutzbarkeit des Areals gemacht und brachte die Wildpferde ins Spiel.

 

Das heutige EU-Vogelschutzgebiet umfasst knapp 86 Hektar. Es weist auch schützenswerte Lebensräume für diverse Pflanzen auf. Die Erhaltung und Pflege der sandigen Fläche bietet seltenen Pflanzen- und Tierarten die Chance, einen idealen Lebensraum zu finden. Das Problem: Werden die Flächen sich selber überlassen, nehmen die Bestände von Birken, Weiden oder Kiefern zu und zerstören den für die seltenen Tiere und Pflanzen wichtigen Offenlandcharakter. Das Gelände bedarf also einer kontinuierlichen Pflege. Und hier kommt Equus ferus przewalskii ins Spiel: Weil ein Beweidungskonzept mit Schafen nur eingeschränkte Möglichkeiten bietet, sind die Wildpferde gefragt. Dadurch dass sie den sandigen Boden mit ihren Hufen auflockern und gerne mal ein Bad darin nehmen, erhalten sie wichtige Strukturen in dem Biotop, das durch die militärische Nutzung zu dem geworden ist, was es jetzt ist: das größte Vorkommen von Dünen mit offenen Grasflächen in der Untermainebene.

 

Im Vorfeld der Ansiedlung gab es viele Gespräche, Fragen mussten beantwortet werden. Was tun bei Gewitter oder bei einem Brand? Brauchen die Tiere einen Unterstand? Wie sieht es mit der Wasserversorgung aus? Was ist im Winter? Nur beim Thema Futter war schnell klar: Das suchen sich die Tiere selber. Völlig alleine sind die Wildpferde aber nicht. Im Auftrag des Bundesforsts kümmern sich Werner Zitterbart und Iris Malzkorn um das Quintett und sehen täglich nach dem Rechten. Die Tierarztpraxis Konfurter Mühle übernimmt die veterinärmedizinische Betreuung.

Wie Paulin Kammann sagte, ist es noch nicht klar, wie lange die einzelnen Tiere in Babenhausen verweilen, auch wenn das Projekt auf Dauer angelegt ist. Die Herde kann erweitert oder einzelne Tiere können ausgetauscht werden. Ziel ist es, die Wildpferde wieder in der Mongolei, ihrem Ursprungsland, anzusiedeln. „Wir sind sehr daran interessiert, dass viele Menschen kommen und sich die Tiere anschauen“, erläuterte Sylvia Kloetzel, „das sorgt für eine positive Stimmung.“ Das Gelände ist nicht, wie in Hanau, abgesperrt, sondern frei zugänglich. Am Zaun lassen sich die Tiere beobachten. Die Stadt will demnächst Führungen anbieten, die drei Euro pro Teilnehmer kosten. Angesprochen sind besonders auch Schulklassen. Infos gibt es im i-Punkt der Stadt, Tel.: 06073/602-74 oder -75.

Todesfalle Auto – Unterschätzte Gefahr bei Sonne und Hitze

02.06.2014
 

Wir Menschen freuen uns in jedem Jahr, wenn der Sommer Einzug hält. Endlich können wir die Jacke in den Schrank hängen und die Badesachen hervorkramen. Doch sommerliche Temperaturen sind nicht für jeden ein Vergnügen.
 
Alljährlich sterben Hunde im Auto einen qualvollen Tod, weil ihren Besitzern die Gefahren nicht bewusst sind oder sie zu sorglos mit diesem Thema umgehen. Denn viele Menschen wissen nicht, dass das Auto bereits bei mittleren Temperaturen schnell zur Hitze-Falle wird. „Ein Hund gehört ab 20 Grad Celsius nicht in ein verschlossenes Fahrzeug“, warnt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO. „Leider glauben viele Leute immer noch, dass ein wenige Zentimeter geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten ausreichend sind, um den Hund vor einem Hitzetod zu schützen.“
 
Das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius aufheizen. Wenige Minuten reichen dann schon aus, um einen Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen. Denn im Gegensatz zu uns Menschen schwitzen Hunde nicht, sondern regulieren ihren Wärmehaushalt durch Hecheln. Den Wasserverlust muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Wenn es diese Möglichkeit nicht hat, steigt die Körpertemperatur an und es kommt zu einem Hitzschlag, weil lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

10.04.2014

Quelle: www.babenhäuser-zeitung.de

 

Viel Wind und viel Geld für vier Przewalski-Pferde

 
 
 

„Lasst die Pferde nach Babenhausen kommen - doch lasst sie einfach nur in Ruhe!“, so müsste nach Ansicht von CDU-Fraktionsmitglied Günther Eckert das Motto zur Ansiedlung der Urwildpferde in Babenhausen lauten. „Denn die Initiative des Bundesforstes hat im Grunde nur das eine Ziel, die vor dem Aussterben bedrohten Przewalski-Pferde wieder in der freien Wildbahn zu etablieren“, schreibt Eckert.

Nach erfolgreicher Zucht werde ein Teil der Pferde wieder in ihrer ursprünglichen Herkunftsregion, in der Mongolei, China und Kasachstan, ausgewildert. Bis dahin werden die Tiere auf dem dafür prädestinierten Natura-2000-Gelände geschützt  und auf ihre Auswilderung vorbereitet. „Der Bundesforst hat hierfür bereits für viel Geld einen Sicherheitszaun bauen lassen. Er sollte nach Auffassung der CDU-Fraktion auch für alle weiteren Kosten aufkommen“, meint Eckert. Hier müsse gelten: Wer bestellt, der zahlt.
„Doch so einfach ist es leider nicht. Insbesondere die Bürgermeisterin und mit ihr die Allianz glaubt, dass nun ganze Touristenströme in Babenhausen einfallen. Daher müsse die Stadt unter anderem Parkplätze und ein Besucherzentrum schaffen“. In einem ersten Schritt wurden hierfür bereits 15000 Euro im Haushalt eingestellt. Dass dieses Projekt auch erhebliche Ressourcen in der städtischen Verwaltung binden werde, sei hierbei noch nicht berücksichtigt. Überdies sei sogar ein Gebäude auf dem Kasernengelände als Info-Zentrum ausgewählt worden; ein Vorschlag, der im Parlament keine Mehrheit fand. Zu dieser Planung schreibt Eckert: „Wie man von dort über das Flughafengelände und die geplante Südumgehung zu den Pferden gelangen soll,  blieb schließlich gänzlich unbeantwortet.“ All dies passe nach Überzeugung Eckerts nicht zur aktuellen Situation der Stadt mit ihren leeren Kassen und den vom Landrat eingeforderten Sparmaßnahmen. „Da bleibt kein finanzieller Spielraum für Wünsche rund um das Thema Wildpferde.“
Ein Blick nach Hanau zeige, wie es gehen kann. „Die hier angesiedelten Przewalski-Pferde grasen friedlich vor sich hin und dürfen lediglich an Sonntagen durch organisierte Führungen besucht werden.“
Eckert fordert eine Konzentration auf das Wesentliche. Der Christdemokrat mahnt zu einem Einsatz der finanziellen Mittel für jene Dinge, die den Bürgern wirklich Nutzen bringen. Als Beispiele nennt er eine bessere Versorgung in der Kinderbetreuung und den Ausbau und Erhalt der Straßen und Wege.
„Unsere ablehnende Haltung gegenüber weiteren Ausgaben für das Pferde-Projekt hat uns von der Bürgermeisterin den Vorwurf eingebracht, wir würden die Stadt schlecht reden.“ Eckert kann die Verwendung einer solchen „Verbal-Keule“ in diesem Zusammenhang nicht verstehen. Schließlich gehe es doch darum, Schaden von der Stadt abzuwenden. „Da wird von der Bürgermeisterin zu viel Wind gemacht. Es ist zweckfremd, wenn sie die Wildpferde-Diskussion nun dafür nutzt, sich an der Opposition abzureagieren und damit zum wiederholten Male ihre parteipolitische Neutralitätspflicht verletzt.“ Abschließend fragt sich Eckert, ob wohl den SPD-Bürgermeisterkandidat Achim Knoke das Verhalten der Bürgermeisterin dazu bewogen hat, eingehend in einer Stellungnahme einen „sauberen“  Wahlkampf zu fordern?

Reisen mit Tieren

 

Reisen mit Tieren

Teil 1: Allgemeine Hinweise

Wenn die Hauptreisezeit des Jahres vor der Tür steht, stellt sich wieder einmal für viele Haustierhalter die Frage: Soll ich mein Tier mit in den Urlaub nehmen, und was muss ich beachten?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage nicht pauschal für alle Tierarten beantworten.
So bedeutet die Urlaubsreise für alle Kleinnager (wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster), mit sehr wenigen individuellen Ausnahmen, eine immense Belastung, die mit erheblichen Gesundheitsrisiken einhergeht. Nicht wenige dieser Tiere verkraften den Stress, zum Beispiel durch die schwankenden Temperaturen sowie die ungewohnte Geräuschkulisse bei Auto- oder Flugreisen, nicht und bezahlen die Fahrt in den Urlaub mit dem Leben. (Foto: fotolia)



Auch die meisten Katzen, als sehr reviergebundene und relativ eigenständige Individuen, fühlen sich in ihrer gewohnten Umgebung deutlich wohler und reagieren auf längere Autofahrten oder Flüge mit Stress, der sich negativ auf ihr Wohlbefinden und ihr Immunsystem auswirkt. Des Weiteren besteht am Urlaubsort immer die Gefahr, dass die Katze eine Möglichkeit nutzt, ins Freie zu gelangen; wie lange sie dort ihre Umgebung erkundet oder ob sie versucht „auf eigene Faust“ wieder nach Hause zu gelangen, ist nicht vorhersehbar.
Ausnahmen bilden in diesem Zusammenhang einige wenige Katzen, die sehr stark auf ihre Besitzer fixiert sind und die auf die Trennung von „ihrem Menschen“ mit massiver Trauer reagieren, die sich im Extremfall sogar in totaler Futterverweigerung während der Abwesenheit äußern kann.

Anders als die zuvor genannten Tierarten fühlen sich Hunde in aller Regel in Gesellschaft „ihrer Familie“ am wohlsten und sind dabei nicht sehr territorial orientiert. Der individuelle Stress, den eine längere Reise mit Auto oder Flugzeug bedeutet, variiert sehr stark von Individuum zu Individuum. So gibt es Hunde, die sehr gerne Auto fahren, während andere im Fahrzeug unter permanenter Übelkeit mit Erbrechen neigen.

Generell sind vor allem bei Autoreisen, unabhängig der mitreisenden Tierart, einige grundlegende Punkte zu beachten: 

  • Reisen Sie möglichst während der Nacht oder der frühen Morgenstunden und meiden Sie die Mittagshitze.
  • Legen Sie regelmäßig (spätestens alle 2 Stunden) eine kurze Pause ein und geben Sie Ihrem Tier, soweit möglich, die Gelegenheit sich etwas zu bewegen.
  • Lassen Sie Ihr Tier nie alleine im geparkten Fahrzeug (unter Sonneneinstrahlung können im Fahrzeuginneren Temperaturen jenseits der 60°C entstehen und einen Hitzschlag auslösen).
  • Füttern Sie vor und während der Reise nur kleine Portionen, bieten Sie aber konsequent Trinkwasser an. (Dies gilt jedoch nicht für Kleinnager, diese brauchen konstanten Zugang zu Futter und Trinkwasser.)
  • Vorsicht beim Gebrauch der Klimaanlage, die auftretenden starken Temperaturunterschiede können den Kreislauf belasten und das Immunsystem schwächen.
  • Sichern Sie Ihr Tier im Fahrzeug derart, dass es im Fall eines Unfalls oder bei plötzlichen Fahrmanövern nicht unkontrolliert im Innenraum umherfliegt und sich selbst oder andere Insassen verletzt.

Abgesehen von der Anreise gilt es sich schon während der Reiseplanung zu klären, ob am eigentlichen Urlaubsort eine artgerechte Haltung des Vierbeiners möglich ist bzw. ob im gewählten Domizil Haustiere gestattet sind.

Lesen Sie im zweiten Teil, was an speziellen Vorbereitungen für die Urlaubsreise mit Haustieren nötig ist.

Teil 2: Spezielle Reisevorbereitung

Der Urlaub ist gebucht und die Entscheidung, den vierbeinigen Hausgenossen mitzunehmen,  ist gefallen. Auch die Planung der Autofahrt ist durchgeführt und die Unterbringung des Tieres am Urlaubsort ist geklärt (siehe auch Teil 1).

Dennoch sind gerade vor Reisen ins Ausland einige weitere spezielle Vorbereitungen nötig:

Generell ist seit Juli 2004 bei Reisen innerhalb der europäischen Union für Hunde, Katzen und Frettchen ein europäischer Heimtierpass vorgeschrieben, in dem, analog zu den bisher verwendeten Impfpässen, die Daten des Besitzers sowie des Tieres eingetragen werden müssen. Des Weiteren werden in diesem Pass Impfungen, tierärztliche Untersuchungen, Wurmkuren sowie Behandlungen gegen Zecken eingetragen.
Neu ist in diesem Zusammenhang die Pflicht der eindeutigen Kennzeichnung des Tieres auf den der Pass ausgestellt wurde. Diese Kennzeichnung kann entweder in Form einer gut lesbaren Tätowierung oder aber durch Implantation eines Mikrochips erfolgen.
Der Heimtierpass, ohne den keine Reisen ins europäische Ausland mehr möglich sind, erfolgt nach wie vor durch den Haustierarzt.

Nach wie vor ist grundsätzlich bei Reisen ins Ausland eine aktuelle Tollwutimpfung vorgeschrieben.
Abweichend davon stellen einige europäische Länder (Schweden, Irland sowie das vereinigte Königreich) strengere Anforderungen an die Einreise von Haustieren, in Form einer Tollwut-Antikörperuntersuchung sowie besonderer Bestimmungen im Bezug auf Bandwurm- und Zeckenbekämpfung. Zum Teil muss in diesem Fall die Reisevorbereitung bis zu 9 Monate vor der eigentlichen Reise beginnen.

Detailliertere Informationen zu speziellen Einreisevorschriften erhalten Sie bei Ihrem Haustierarzt oder dem für Ihre Stadt zuständigen Veterinäramt.

Doch nicht nur die rechtlichen Vorgaben des Urlaubslandes sollten unbedingt berücksichtigt werden, auch spezifische Gefahren bestimmter Regionen müssen beachtet werden. So muss gerade im Mittelmeerraum, aber auch in bestimmten Regionen Mitteleuropas, mit Infektionen gerechnet werden, die in Deutschland aufgrund des kälteren Klimas keine, oder nur eine untergeordnete Bedeutung haben. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang vor allem die Leishmaniose und der Befall mit Herzwürmern (Dirofilarien), die durch Sandmücken (eine für subtropische Gebiete typische Stechmückenart) übertragen werden, sowie die Babesiose und die Ehrlichiose, bei denen die Infektion durch Zecken als Vektor verbreitet wird.
In Risikogebieten ist eine Prophylaxe, vor allem gegen blutsaugende Insekten dringend anzuraten. Hierzu stehen Halsbänder oder Ampullen zum Auftragen auf die Haut zur Verfügung. Bewährt hat sich hierbei, unabhängig der Aplikationsart, der Wirkstoff Permethrin. In besonders risikoreichen Gebieten kann auch eine prophylaktische Behandlung gegen die jeweilige Infektion sinnvoll sein.
Sowohl die Insektenprophylaxe als auch eine eventuelle prophylaktische Therapie sollte schon einige Tage vor der Reise begonnen werden, um vom ersten Urlaubstag an einen möglichst optimalen Schutz zu bieten.

Da dieser Artikel sicher nur einen Überblick über sinnvolle Reisevorbereitungen bieten kann, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Beginn der Reise Ihren Haustierarzt zu kontaktieren, mit diesem die Reiseplanung zu diskutieren, um so einen möglichst unbeschwerten Urlaub ohne Komplikationen verleben zu können.

Sollten Sie noch Fragen haben, bezüglich der Reise mit Ihrem Vierbeiner oder Informationen benötigen was die Einreisebestimmungen betrifft, so finden Sie alle Antworten bei unseren LINKS. Natürlich können Sie auch gerne einen Beratungstermin in unserer Praxis vereinbaren.

Zeitungsartikel der Offenbach Post über Matthias Gehb und seine Praxis


 

Im Dauereinsatz für die Tiere


2011 ist offizielles „Welttierärztejahr“. Grund genug, sich einen Überblick über die veterinärmedizinische Lage vor Ort zu verschaffen. Von Veronika Szeherova



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